Prager Moderne(n). Transfer- und Abschließungsbewegungen im deutsch- und tschechischsprachigen literarischen Diskurs des beginnenden 20. Jahrhunderts

(gefördert durch das Juniorprofessurenprogramm des Landes Baden-Württemberg; Projektleiterin: Prof. Dr. Irina Wutsdorff, Projektmitarbeiterin: Katja Wetz, M.A.)

 

Monographie-Projekt

Katja Wetz, M.A.: „Epistemologie(n) in der Prager Literatur der Moderne“

 

Das Projekt untersucht Prosastücke der Prager Moderne daraufhin, wie in ihnen im Zuge der modernen Erkenntniskrise epistemologische Probleme verhandelt werden.

Dabei spielt der Kubismus eine zentrale Rolle. Als künstlerisches Paradigma wird er in Prag ungewöhnlich intensiv rezipiert und greift von den bildenden Künsten auf so gut wie alle Kunstgattungen über. Bisher wenig erforscht sind jedoch die Auswirkungen, die der Kubismus auf die Literatur gehabt hat.

Leitfrage für das Projekt ist, inwiefern sich die Merkmale des Kubismus in der Poetik der Texte niederschlagen, und inwiefern eben diese Merkmale symptomatisch für eine Neubearbeitung von Erkenntnisgewinn und -kritik in der Prager Literatur der Moderne stehen.

Die Analyse der „kubistischen“ Prager Literatur in Zusammenhang mit der modernen Erkenntniskrise ermöglicht es, ein tertium comparationis für die tschechisch- sowie deutschsprachigen Texte zu finden, und dadurch nicht nur Aussagen zu treffen, die für Kunst und Literatur der Moderne im Allgemeinen von Bedeutung sind, sondern auch ganz spezifische lokale Prager Besonderheiten innerhalb der europäischen Moderne herauszustreichen.

 

Weitere Informationen

Forschungsschwerpunkt Prager Moderne(n)