Dr. Gesine Drews-Sylla

(Assistentin für slavische Literatur- und Kulturwissenschaft)
Universität Tübingen
Slavisches Seminar
Wilhelmstr. 50
Zi. 540
72074 Tübingen
Telefon 0049-(0)7071-29-74323
Fax 0049-(0)7071-29-5924
gesine.drews-sylla[at]uni-tuebingen.de
Sprechstunde/Studienberatung
Ab dem 17. Mai befinde ich mich im Mutterschutz.
- Sprechstunde bis 17. Mai nach Vereinbarung
- Allgemeine Studienberatung
- Beratung zu Auslandsaufenthalten (Erstinformation durch Linda Böhm-Czuczkowski und unter Internationales)
- Erasmus-Koordinatorin des Slavischen Seminars
Kurzportrait
geb. 1972, ein Sohn
Akademische Qualifikation
1990 | High School Diploma, Elwood, IN (USA) |
1992 | Abitur, Schwandorf/Oberpfalz |
1992-2001 | Studium an den Universitäten Regensburg und Konstanz |
2001 | M.A. Slavistik und Germanistik, Universität Konstanz |
2001-2007 | Promotionsstudium an den Universitäten Konstanz und Tübingen |
2007 | Promotion an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen |
seit 2008 | Habilitationsprojekt am Slavischen Seminar der Eberhard-Karls-Universität Tübingen im Rahmen des Margarete von Wrangell-Programms |
Stipendien, Forschungsförderung, akademische Positionen
2002-2005 | Promotionsstipendium der Landesgraduiertenförderung Baden Württemberg |
2003-2004 | wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt The Post-Communist-Condition, ZKM Karlsruhe, wissenschaftliche Leitung Prof. Dr. Boris Groys; Betreuung der Ausstellung Privatisierungen - zeitgenössische Kunst aus Osteuropa (16.05.04 – 26.06.04, Kunst-Werke Berlin e.V.) |
2003-2005 | assoziierte Kollegiatin des DFG-Graduiertenkollegs Bild - Körper - Medium, HfG Karlsruhe |
2005 | Promotionsförderung des Gleichstellungsrats der Universität Konstanz |
2006-2008 | Publikationsmanagement Konstanz Institut für WerteManagement, HTWG Konstanz |
seit 2008 | wissenschaftliche Mitarbeiterin am Slavischen Seminar der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Lehrstuhl Prof. Dr. Schamma Schahadat) im Rahmen des Margarete von Wrangell-Programms |
Auslandsaufenthalte
1989-1990 | Austauschschülerin in Elwood, IN (USA) |
1995-1996 | einsemestriges ERASMUS-Studium an der University of East Anglia, Norwich (GB) |
1997-1998 | DAAD-Jahresstipendium an der Staatlichen Universität St. Petersburg (RU) |
2003 | zweimonatiger Forschungsaufenthalt in Moskau und St. Petersburg (RU) |
2011 | DAAD-Post-Doc-Stipendium für dreimonatigen Forschungsaufenthalt an der Université Cheikh Anta Diop, Dakar (Senegal) |
Wissenschaftliche Preise
2002 | Studienpreis des VEUK, e.V. |
2007 | Promotionspreis der Neuphilologischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen |
Forschungsschwerpunkte
- postsowjetische Kunst und Literatur
- gesellschaftliche Transformation
- Diskurse der Fremdwahrnehmung und -imagination
- Diskurse des Kulturkontakts
- Polylogizität des Afrikadiskurses
- Gender Studies
Lehrveranstaltungen
- Semesterapparate auf der Lernplattform ILIAS
- Lehrveranstaltungen aus früheren Semestern
Eberhard Karls Universität Tübingen
Wintersemester 2011/12
HS (Slavistik): Kulturelle Positionierungen der Slaven. Westler und Slavophile, Panslavisten, Austroslavisten (mit Jun.Prof. Dr. Irina Wutsdorff)
PS II (Slavistik): Literatur und Kunst des Totalitarismus: Sozialistischer Realismus
Sommersemester 2011
PS II (Slavistik/Theoriemodul): Russische Postmoderne (Beginn 10. Juni)
Habilitationsprojekt
Literarische Verflechtungen - Russland und Senegal
(Dieses Projekt wird gefördert durch den Europäischen Sozialfonds sowie durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.)
Zu den virulentesten transkulturellen Diskursgeflechten zählt zweifelsohne der Afrikadiskurs. Als Ort des Fremden, des Wilden, des Exotischen, der Eroberung oder der Sehnsucht hat Afrika seit der Antike auf die Kulturen Europas eingewirkt, ebenso wie diese auf die Kulturen Afrikas ihrerseits schon immer rückwirkten. Die Entwicklung des Afrikadiskurses fand dabei niemals rein nationalkulturell statt, sondern ist von seiner Struktur her transkulturell angelegt, auch wenn er in unterschiedlichen Kulturräumen unterschiedliche Entwicklungsrichtungen und Funktionen einnehmen konnte. Der Afrikadiskurs kann somit als ein paradigmatisches Beispiel für die Entwicklung eines globalen „polylogen Diskursgeflechtes“ angesehen werden, innerhalb dessen grundsätzlich sowohl intra- als auch transkulturelle Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Das Habilitationsprojekt setzt sich zum Ziel, dieses polyloge Diskursgeflecht für den russisch-sowjetischen Kulturraum an paradigmatischen Beispielen aufzuzeigen, wobei programmatisch auch Vertreter afrikanischer Literaturen (insbesondere Senegal) mit einbezogen werden sollen.
Tagungen/Ringvorlesung/Projekte
- "Another Africa? (Post-)Koloniale Afrikaimaginationen in der russischen, polnischen und deutschen Kultur", Akademiekonferenz für junge Wissenschaftler, Organisation mit Jana Domdey, M.A. und Justyna Gołąbek, M.A., 7.-9. März 2012, Heidelberger Akademie der Wissenschaften (in Vorbereitung)
- "Banalität des Rassismus"? Europa nach 1989, Ringvorlesung Studium Generale, Universität Tübingen, Wintersemester 2010/11, Organisation zus. mit Dr. Renata Makarska
- Konstruierte Norm[alität][en] – normale Abweichung[en], Organisation mit Konstanzer Netzwerk internationaler (Post-)Doktorandinnen, Universität Konstanz, 22./23. Februar 2008
Publikationen
Monographie
Herausgeberschaft
- Konstruierte Normalitäten - normale Abweichungen, hrsg. zus. mit Elena Polledri, Halyna Leontiy, Elisabeth Dütschke, Wiesbaden 2010
Aufsätze
- „Ethnische Exklusion und Rassismus in Polen und Tschechien nach 1989, Vortrag mit Dr. Renata Makarska, Ringvorlesung „Banalität des Rassismus“? Europa nach 1989, org. v. Gesine Drews-Sylla, Renata Makarska, WS 2010/11, Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Publikation in Vorbereitung)
- „Limonov's Négritude-Lektüre. Die dritte Revolution in Ėto ja – Ėdička“, in: Osteuropäische Geschichte und Globalgeschichte (working title), hrsg. v. Martin Aust und Julia Obertreis, Stuttgart (in Vorbereitung)
- “Social(ist) Realism Between East and West – the Case of Sembène Ousmane”, in: Realisms in Contemporary Culture, hg. v. Dorothee Birke, Stella Butter, Berlin (im Druck)
- “Wie Doctor Dolittle zu Doktor Ajbolit und was aus ihnen wurde. Geschichte einer kulturellen Übersetzung“, in: Literarisches Übersetzen: Texte, Autoren, Räume, Medien, hg. v. Schamma Schahadat, Renata Makarska, Claudia Dathe, Berlin (im Druck)
- „Verhaltenspoetik der Korruption. Philologische Potentiale“, in: Verantwortung in der globalen Ökonomie gestalten. Governanceethik und Wertemanagement, hrsg. v. Stephan Grüninger, Michael Fürst, Maud Schmiedeknecht und Sebastian Pforr, Marburg: Metropolis 2011, 381-401
- "Gagarins Enkel" - ein ganz normales russisches Kind", in: Konstruierte Normalitäten - normale Abweichungen, hrsg. v. Gesine Drews-Sylla, Elena Polledri, Halyna Leontiy, Elisabeth Dütschke, Wiesbaden 2010, 193-209
- "Einleitung: Konstruierte Norm[alität][en] - normale Abweichung[en]", in: Konstruierte Normalitäten - normale Abweichungen, hrsg. v. Gesine Drews-Sylla, Elena Polledri, Halyna Leontiy, Elisabeth Dütschke, Wiesbaden 2010, 11-25 (zusammen mit E. Polledri, H. Leontiy, E. Dütschke)
- “Niko Pirosmanishvili and Georgian Film”, in: Storytelling in World Cinema, hrsg. v. Lina Khatib, London (im Druck)
- „The Human Dog Oleg Kulik: Grotesque Post-Soviet Animalistic Performances“, in: The Other Animals. Situating the Non-Human in Russian Culture and History, hrsg. v. Jane Costlow & Amy Nelson, University of Pittsburgh Press, S. 234-253
- „Von Puppen und Figürchen. Weibliche Reaktionen auf männliche Inanspruchnahmen von Sexualität, in: Lust? Darstellungen von Sexualität in der Gegenwartskunst von Frauen, hrsg. v. Stephanie Waldow & Bettina Bannasch, München 2008, 151-175
- „Tierische Satire? Oleg Kuliks Zoophrenie-Projekt“, in: Demonstration. Vorträge zu dem Symposium «Demonst-ration», 06.-08. Oktober, Dresden Motorenhalle, Projektzentrum für zeitgenössische Kunst, ed. by Maxim Neroda, www.cat-group.info/symposium/demonstration.pdf, Dresden: Kulturverein riesa efau 2007, 31-41
- „Bodily Investigations of a Human Dog: Medical Discourse in Oleg Kulik’s Actions“, Konferenz Medizin und russische Literatur, Konstanz, 9.-11. Oktober 2003; Publikation (in russischer Übersetzung): „Telesnye opyty čeloveka-sobaki. ‚Sobaka Pavlova’ Olega Kulika”, in: Russkaja literatura i medicina, hrsg. v. Konstantin Bogdanov, Jurij Murašov, Riccardo Nicolosi, Moskau 2004, 269-282
- „Ein Reservoir Dog in Zürich: Oleg Kulik, Niko Pirosmani, die russische Avantgarde und Quentin Tarantino“, in: [ jfsl.doc ], Bildschirmtexte zur 5. Tagung des Jungen Forums Slavistische Literaturwissenschaft in Münster, September 2002, hrsg. v. Ulrike Goldschweer, Gudrun Heidemann, Ilya Koukoui, Mirja Lecke, Henrike Schmidt
- „Der Geist der Fotografie als ‚Gespenst des submedialen Raums’. Der medialisierte Körper in der Erzählung „Prostye želanija“ von Julija Kisina“, in: Die Welt der Slaven XLVIII, 2003, 101-122
Lexikoneinträge und Rezension
- Efraim Sevela (Ne vse kak u ljudej), Jus Aleškovskij (Nikolaj Nikolaevič), Vladimir Propp (Morfologija skazki/Morphologie des Märchens) [Überarbeitung], in: Kindlers Literaturlexikon, 3. Auflage, hrsg. v. Heinz Ludwig Arnold, Stuttgart 2009
- Sylvia Sasse: Texte in Aktion. Sprech- und Sprachakte im Moskauer Konzeptualismus. München 2003, in: Die Welt der Slaven L, 1, 2005, 188-193


