Seitenblicke - 4. Tübinger Übersetzerwoche

Die 4. Tübinger Übersetzerwoche, die unter dem Motto Seitenblicke an verschiedenen Tübinger Orten stattfinden wird, widmet sich fünf Tage lang dem literarischen Übersetzen.

Die Übersetzerwoche ist vielgestaltig: In unterschiedlichsten Formaten wie einer Ausstellung, einer offenen Werkstatt, Cafélesungen und Diskussionen präsentieren Übersetzerinnen, Übersetzer, Autorinnen, Literaturwissenschaftler und Journalisten den Blick von verschiedenen und auf verschiedene Seiten fremder Literatur.

Das ausführliche Programm der Übersetzerwoche finden Sie hier.

Die Mitwirkenden der 4. Tübinger Übersetzerwoche finden Sie hier.


Lesung mit Felicitas Hoppe am 10. Mai im d.a.i.

Am 10. Mai diskutieren die Autorin Felicitas Hoppe und der Literaturwissenschaftler Jürgen Wertheimer 20.00 Uhr im Deutsch-Amerikanischen Institut Tübingen über Imperien und ihre Imaginationen, wenn sie John Steinbecks Russische Reise und Das eingeschossige Amerika von Jewgeni Ilf und Ilja Petrow vorstellen, die im vergangenen Jahr beide zum ersten Mal in deutscher Übersetzung erschienen sind. Die Veranstaltung spannt einen aufschlussreichen Bogen von den Beobachtungen der Autoren aus den 1930er und 1940er Jahren bis hinein in das Jahr 2012.

Aktuell zur Fußball-EM in der Ukraine - "Wodka für den Torwart"

Am 12. Mai liest die ukrainische Autorin Tanja Maljartschuk aus „Wodka für den Torwart. 11 Fußball-Geschichten aus der Ukraine“ und diskutiert mit Claudia Dathe über die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der Ukraine vor dem Hintergrund der Menschenrechtsverletzungen gegen Ex-Premierministerin Julia Timoschenko und der Terroranschläge von Dnipropetrowsk.

 

16.30 Uhr im Stadtmuseum Tübingen

 

 

Einen weiteren Höehepunkt bildet die Lesung Buchstaben flammen auf den Fassaden am 13. Mai, 11.00 Uhr, im Hölderlinturm, in der Hanns Grössel, Übersetzer des letztjährigen Literaturnobelpreisträgers, Rainer G. Schmidt und Wolfgang Schlüter die Poesie von Tomas Tranströmer, Herman Melville und William Wordsworth präsentieren.

 

Textabdrücke. Literarisches Übersetzen

 

Das Projekt „Textabdrücke. Literarisches Übersetzen“, das am 1. April 2009 am Slavischen Seminar der Universität Tübingen begonnen hat, möchte den Studierenden einen Einblick in die praktischen Fragen des literarischen Übersetzens vermitteln und über Autoren, Kulturen und Texte aus verschiedenen europäischen Länder über die Universität hinaus ins Gespräch kommen.

 

Das Projekt besteht aus drei Teilen: dem Translator in Residence-Programm, der Übersetzerwoche sowie den Workshops für kleine Sprachen.

 

 

Translator in Residence

Jedes Semester kommen zwei ausgewiesene Literaturübersetzer/innen für einen Monat an die Universität Tübingen. Ziel des Programms ist es, den Studierenden in  Übersetzungsworkshops einen Einblick in das literarische Übersetzen zu eröffnen und somit eine Anbindung an die berufliche Praxis zu schaffen.

In Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit präsentieren die jeweiligen Translators in Residence ihre Autoren, Texte und die eigene übersetzerische Tätigkeit.

 

Übersetzerwoche

Die Tübinger Übersetzerwoche, die seit 2009 einmal im Jahr veranstaltet wird, versucht eine Brücke zwischen der Universität und der breiten Öffentlichkeit zu schlagen. In Mittelpunkt von Lesungen, Inszenierungen, Diskussionen und anderen Formaten, die sich sowohl an die Studierenden als auch an ein breites Publikum richten, stehen die ausländische Literatur und die Rolle von literarischen Übersetzungen und Übersetzern.

 

Workshops für kleine Sprachen

Ziel des Programms ist es, insbesondere die sog. kleinen Sprachen zu fördern, die Literatur aus diesen Ländern stärker in den Mittelpunkt zu rücken und bewusst einen Gegenakzent zu den großen und häufig präsentierten Sprachen und Literaturen zu setzen.

  • 2011 fand der Workshop "Literarisches Übersetzen aus dem Schwedischen" mit dem Übersetzer Paul Berf statt. Die Teilnehmer des Workshops kamen aus Deutschland und der Schweiz. Ein paar Eindrücke von dem Workshop finden Sie hier.
  • Den Auftakt zu dieser Veranstaltungsreihe bildete der Workshop „Literarisches Übersetzen Norwegisch-Deutsch“, der vom 10. bis 12. Juni 2010 in Tübingen in Kooperation mit der Nordischen Abteilung und Frau Prof. Antje Wischmann stattfand. Der Workshop wurde durchgeführt von Christel Hildebrandt. Drei Tage lang arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Texten des norwegischen Gegenwartsautors Björn Ingvaldsen. Sie erfuhren dabei nicht nur, wie man Kinderliteratur und einen Juggesellenroman übersetzt, sondern noch einiges mehr.

 

Leitung: Prof. Dr. Schamma Schahadat

Koordination des Projektes: Claudia Dathe

Mitarbeiterinnnen: Dr. Renata Makarska, Samanta Gorzelniak, Zinaida Hasich

 

Gefördert wird das Projekt von der Robert Bosch Stiftung als Beitrag zur Völkerverständigung zwischen Deutschland und den Ländern Mittel- und Osteuropas sowie durch die Studiengebühren der Universität Tübingen.

Aktuelles

Workshop "Literarisches Übersetzen Norwegisch-Deutsch"

Vom 28. bis 30. Juni 2012 findet der Aufbauworkshop "Literarisches Übersetzen aus dem Norwegischen" mit dem renommierten literarischen Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel und dem norwegischen Autor Kjell Askildsen statt. Am 29. Juni, 19.30 Uhr, tritt Kjell Askildsen mit einer Lesung seiner Texte im Stadtmuseum auf.

Archiv

Das Archiv der bisherigen Veranstaltungen finden Sie hier 2009 und 2010

Norwegisch-Workshop 2010

Fotos und Kommentare zum Norwegisch-Workshop sind schon online