Fremde Fracht - 8. Baden-Württembergische Übersetzertage

Fremde Fracht lautet das Thema der 8. Baden-Württembergischen Übersetzertage, die vom 04. bis 08. Mai 2011 veranstaltet werden. Fünf Tage lang treffen sich in Tübingen literarische Übersetzerinnen und Übersetzer aus Baden-Württemberg und vielen Orten Europas, um in einem breiten Programm Autoren, Neuerscheinungen und Liebhabertexte aus verschiedenen Sprachen einem breiten Publikum vorzustellen.
Die Übersetzertage präsentieren ein vielfältiges Programm, zu dem Lesungen, Diskussionen, Workshops und ein Film zählen. Zu Beginn stehen politische Aspekte des Übersetzens im Mittelpunkt. In der Veranstaltung Wie politisch ist das Übersetzen? gehen die Übersetzerinnen Angela Tschorsnig (Karlsruhe) und Maja Ueberle-Pfaff (Freiburg) und der Herta-Müller-Übersetzer Alexandru Şahighian (Bukarest) sowie der Literaturwissenschaftler und Autor Prof. Jürgen Wertheimer dem Spannungsfeld von politischen Konjunkturen und übersetzter Literatur auf den Grund. Politisch wird es auch in der szenischen Lesung aus Afghanistan und Klartext von DC Moore in der Übersetzung von Michael Raab (Frankfurt) und in der Lesung mit Mathias Énard (Barcelona) und seinen Übersetzern Holger Fock und Sabine Müller.
Das derzeit europaweit größte literarische Übersetzerprojekt ist die Neuübersetzung der altisländischen Sagas ins Deutsche und in die skandinavischen Sprachen. Die in Prosa verfassten Sagas zeigen dem Leser die mittelalterliche skandinavische Welt. Im Vorgriff auf den Buchmesseschwerpunkt „Island“ im Oktober 2011 in Frankfurt präsentieren die Übersetzer Wolfgang Butt und Karl-Ludwig Wetzig (Amsterdam) Ausschnitte aus ihren Neuübersetzungen.
Große Übersetzerpersönlichkeiten faszinieren durch ihre Hingabe an die Literatur und ihren einzigartigen Umgang mit schwierigen, scheinbar unübersetzbaren Texten. In dem Film Die Frau mit den fünf Elefanten wird die kürzlich verstorbene Freiburger Dostojewski-Übersetzerin Swetlana Geier vorgestellt. Und Ulrich Blumenbach, Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2010, liest aus seiner Übersetzung von Unendlicher Spaß des amerikanischen Autors David Foster Wallace. Susanne Höbel wird aus Licht im August von William Faulkner lesen, das sie gemeinsam mit Helmut Frielinghaus übersetzt hat.
Übersetzerinnen und Übersetzer spüren neue literarische Stimmen auf und verleihen ihnen eine deutsche Stimme. Ihre Arbeit ist geprägt von einer Begeisterung für fremde Literatur und von der Freude, ihre übersetzten Funde zu zeigen. In einem Lesecafé und in einer Übersetzermatinée öffnen sie in Tübingen ihren Textkoffer und geben Kostproben aus der italienischen, schwedischen, englischen, kroatischen, polnischen, französischen und japanischen Literatur. Der Workshop Der gläserne Übersetzer zeigt einen Blick in die übersetzerische Werkstatt und lädt zum Mitmachen ein.
Die meisten literarischen Übersetzer sind Frauen. Welche literarischen Entdeckungen sie machen und warum gerade sie sich in der Welt des Über-Setzens von einer Kultur in die andere besonders kompetent und sicher bewegen, erfragt die Veranstaltung Frauen übersetzen Kulturen mit Beate Thill (Freiburg), Claudia Schlicht (Perugia)und Chrystyna Nazarkewytsch (Lemberg).
Ob man literarisches Übersetzen lernen kann, ist seit langem umstritten. Die Übersetzerinnen Renate Schmidgall (Darmstadt), SławaLisiecka (Łódź) und der Übersetzer Michael Raab führen in einem mehrtägigen Workshop im Rahmen der Übersetzertage in Kooperation mit dem Projekt Textabdrücke Studierende der Universität Tübingen in die Grundlagen des literarischen Übersetzens ein.
Die Baden-Württembergischen Übersetzertage wurden vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg ins Leben gerufen und finden alle zwei Jahre an einem anderen Ort statt. Sie stellen das literarische Übersetzen und die Übersetzerinnen und Übersetzer in den Mittelpunkt und verleihen damit der ins Deutsche übertragenen fremdsprachigen Literatur ein besonderes Gewicht. Sie finden im Mai 2011 zum achten Mal statt und werden von der Universität Tübingen und dem Kulturamt der Stadt Tübingen organisiert.
Fremde Fracht - 8. Baden-Württembergische Übersetzertage
Fremde Fracht lautet das Thema der 8. Baden-Württembergischen Übersetzertage, die vom 04. bis 08. Mai 2011 veranstaltet werden. Fünf Tage lang treffen sich in Tübingen literarische Übersetzerinnen und Übersetzer aus Baden-Württemberg und vielen Orten Europas, um in einem breiten Programm Autoren, Neuerscheinungen und Liebhabertexte aus verschiedenen Sprachen einem breiten Publikum vorzustellen.
Die Übersetzertage präsentieren ein vielfältiges Programm, zu dem Lesungen, Diskussionen, Workshops und ein Film zählen. Zu Beginn stehen politische Aspekte des Übersetzens im Mittelpunkt. In der Veranstaltung Wie politisch ist das Übersetzen? gehen die Übersetzerinnen Angela Tschorsnig (Karlsruhe) und Maja Ueberle-Pfaff (Freiburg) und der Herta-Müller-Übersetzer Alexandru Şahighian (Bukarest) sowie der Literaturwissenschaftler und Autor Prof. Jürgen Wertheimer dem Spannungsfeld von politischen Konjunkturen und übersetzter Literatur auf den Grund. Politisch wird es auch in der szenischen Lesung aus Afghanistan und Klartext von DC Moore in der Übersetzung von Michael Raab (Frankfurt) und in der Lesung mit Mathias Énard (Barcelona) und seinen Übersetzern Holger Fock und Sabine Müller.
Das derzeit europaweit größte literarische Übersetzerprojekt ist die Neuübersetzung der altisländischen Sagas ins Deutsche und in die skandinavischen Sprachen. Die in Prosa verfassten Sagas zeigen dem Leser die mittelalterliche skandinavische Welt. Im Vorgriff auf den Buchmesseschwerpunkt „Island“ im Oktober 2011 in Frankfurt präsentieren die Übersetzer Wolfgang Butt und Karl-Ludwig Wetzig (Amsterdam) Ausschnitte aus ihren Neuübersetzungen.
Große Übersetzerpersönlichkeiten faszinieren durch ihre Hingabe an die Literatur und ihren einzigartigen Umgang mit schwierigen, scheinbar unübersetzbaren Texten. In dem Film Die Frau mit den fünf Elefanten wird die kürzlich verstorbene Freiburger Dostojewski-Übersetzerin Swetlana Geier vorgestellt. Und Ulrich Blumenbach, Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2010, liest aus seiner Übersetzung von Unendlicher Spaß des amerikanischen Autors David Foster Wallace. Susanne Höbel wird aus Licht im August von William Faulkner lesen, das sie gemeinsam mit Helmut Frielinghaus übersetzt hat.
Übersetzerinnen und Übersetzer spüren neue literarische Stimmen auf und verleihen ihnen eine deutsche Stimme. Ihre Arbeit ist geprägt von einer Begeisterung für fremde Literatur und von der Freude, ihre übersetzten Funde zu zeigen. In einem Lesecafé und in einer Übersetzermatinée öffnen sie in Tübingen ihren Textkoffer und geben Kostproben aus der italienischen, schwedischen, englischen, kroatischen, polnischen, französischen und japanischen Literatur. Der Workshop Der gläserne Übersetzer zeigt einen Blick in die übersetzerische Werkstatt und lädt zum Mitmachen ein.
Die meisten literarischen Übersetzer sind Frauen. Welche literarischen Entdeckungen sie machen und warum gerade sie sich in der Welt des Über-Setzens von einer Kultur in die andere besonders kompetent und sicher bewegen, erfragt die Veranstaltung Frauen übersetzen Kulturen mit Beate Thill (Freiburg), Claudia Schlicht (Perugia)und Chrystyna Nazarkewytsch (Lemberg).
Ob man literarisches Übersetzen lernen kann, ist seit langem umstritten. Die Übersetzerinnen Renate Schmidgall (Darmstadt), SławaLisiecka (Łódź) und der Übersetzer Michael Raab führen in einem mehrtägigen Workshop im Rahmen der Übersetzertage in Kooperation mit dem Projekt Textabdrücke Studierende der Universität Tübingen in die Grundlagen des literarischen Übersetzens ein.
Die Baden-Württembergischen Übersetzertage wurden vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg ins Leben gerufen und finden alle zwei Jahre an einem anderen Ort statt. Sie stellen das literarische Übersetzen und die Übersetzerinnen und Übersetzer in den Mittelpunkt und verleihen damit der ins Deutsche übertragenen fremdsprachigen Literatur ein besonderes Gewicht. Sie finden im Mai 2011 zum achten Mal statt und werden von der Universität Tübingen und dem Kulturamt der Stadt Tübingen organisiert.


