Übersetzungswürfel - Impressionen

vom 20. bis 22. Oktober fand in Berlin die letzte Station des Übersetzungswürfels statt. Mit Vorträgen, einem pantomimischen Beitrag, zwei Konzerten, einer Lyriklesung mit Elke Erb in sechs Sprachen und einem Abend mit Dichtung von Veronika Dintinjana (Slowenien), Ondrej Buddeus (Tschechien) und Andrzej ging das dreijährige EU-Projekt "TransStar Europa" zu Ende. Hier finden Sie einige Impressionen. Fotos: Copyright gezett.de (Gerald Zörner)

 
 

Übersetzungswürfel in Berlin vom 20. bis 22. Oktober 2015

Elke Erb (© gezett.de)
Hryhorij Semenchuk
Ondřej Buddeus
Veronika Dintinjana (© Sunčan Stone)
Ulrike Almut Sandig
Jurko Prochasko
Irena Smodiš
 

Nach Krakau, Stuttgart, Ljubljana, Tübingen und Prag rollt der „Übersetzungswürfel“ auf seiner letzten Station vom 20. bis 22. Oktober 2015 nach Berlin. In Vorträgen, Lesungen, Performances, Diskussionen und Konzerten werden europäische Geschichte(n) erzählt. Aktuelle Texte der europäischen Literatur werden im Original und in ihren Übersetzungen vorgestellt.

Mit dabei sind unter anderem Elke Erb, Jurko Prochasko, Ulrike Almut Sandig, die slowenische Lyrikerin Veronika Dintinjana, der bosnische Sevdah-Sänger Damir Imamović, der tschechische Lyriker Ondřej Buddeus und der ukrainische Performer Hryhorij Semenchuk. Das ausführliche Programm finden Sie hier.

Netzwerktreffenl Prag 4. bis 6. Juni

Vom 4. bis 6. Juni findet in Prag das zweite Netzwerktreffen des EU-Projekts "TransStar Europa" statt. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, alle Werkstattleiterinnen und Werkstattleiter und das gesamte Consortium kommen zusammen. Durchgeführt werden Veranstaltungen im Kulturmanagement für die Teilnehmer sowie öffentliche Lesungen und Diskussionen für ein breites Prager Publikum. Das ausführliche Programm finden Sie hier.

Impressionen vom Tübinger Übersetzungswürfel 6. bis 10. Mai 2015

Bei wunderschönem Frühlingswetter hatten wir vom 6. bis 10. Mai 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des EU-Projekts "TransStar Europa" ihre Werkstattleitert, fünf Autoren und ein Improtheater aus Leipzig zu Gast. Die Veranstaltungen waren analytisch, lustig, literarisch anspruchsvoll und haben uns viele neue Seiten der europäpischen Literaturen gezeigt. Hier sind einige Impressionen (© Kim Lander).

 

Übersetzungswürfel - Sechs Seiten europäischer Literatur und Übersetzung

Vom 6. bis 10. Mai kommt der Übersetzungswürfel nach Tübingen. An fünf aufeinanderfolgenden Tagen steht die Kunst der literarischen Übersetzung im Zentrum verschiedener Veranstaltungen. So lesen und diskutieren zum Auftakt am 6. Mai Juri Andruchowytsch, Sudabeh Mohafez und Lubomir Martinek über die Vermittlung inmitten der Fremdheit und lesen aus aktuellen Werken.

Am Freitag, dem 8. Mai, tritt das Leipziger Improtheater Action und Drama im Brechtbautheater auf und geht allem beim Übersetzen Verlorenen nach.

Am Sonntag, dem 10. Mai, findet im Hölderlinturm die Übersetzerinnenmatinee mit Elke Erb, Ilma Rakusa und Uljana Wolf statt. 

Das ausführliche Programm finden Sie hier.

TransStar Übersetzungswerkstatt Tübingen

Vom 6. bis 10. Mai treffen sich die deutsch-kroatische, die deutsch-polnische, die deutsch-tschechische und die kroatisch-deutsche Gruppe des TransStar-Projektes, um an ihren Übersetzungen zu arbeiten und aufzutreten. Zu den Werkstattbestandteilen gehören neben der Arbeit in den Gruppen eine gemeinsame Werkstatt mit Sudabeh Mohafez sowie ein Moderationsworkshop mit der Akademie für das Gesprochene Wort. Das ausführliche Programm sehen Sie hier.

Mehr über die Teilnehmer und das Projekt "TransStar Europa" finden Sie auf der Internetseite des Projekts.

TransStar-Werkstatt in Krakau 25. bis 28. März

Vom 25. bis 28. März findet in Krakau das dritte Werkstatttreffen des EU-Projektes "TransStar Europa" statt. Es treffen sich die polnisch-deutsche, die ukrainisch-deutsche und die tschechisch-deutsche Gruppe. Es wird eine gemeinsame Werkstatt und zwei Abendveranstaltungen geben.

Am Freitag, dem 27. März, liest 18.00 Uhr Ziemowit Szczerek in der Villa Decius. Am Samstag treten Übersetzerinnen und Übersetzer von TransStar mit polnischen Raptexten und ukrainischen szenischen Lesungen auf. Diese Veranstaltung findet 19.30 Uhr im Goethe-Institut Krakau statt.

"TransStar Europa" auf der Leipziger Buchmesse

In vier Veranstaltungen und mit mehreren Publikationen präsentiert sich das EU-Projekt "TransStar Europa" vom 12. bis 15. März 2015 auf der Leipziger Buchmesse.

 

In der Veranstaltung Von fremden Höfen und knarzenden Brettern lesen am 12. März, 17.00 bis 18.00 Uhr im Forum OstSüdOst, Halle 4, Stand E 505 Daniela Pusch und Magdalena Becher unter der Moderation von Martina Lisa urbane Poesie und Prosa der tschechischen Autorinnen und Autoren Alena Zemančíková, Jan Balabán, Ondřej Buddeus, Radek Fridrich und Jan Němec. Am Abend des 12. März heißt es 20.00 Uhr im Theater fact Europäische Geschichte erzählen. Und übersetzen. Autorinnen und Autoren aus den südslawischen Ländern sowie aus der Ukraine präsentieren Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart. 

 

Im Forum OstSüdOst, Halle 4, Stand E 505 präsentiert am Samstag, dem 14. März, 10.30 bis 11.30 Uhr Kateryna Babkina die im Rahmen des TransStar-Projektes entstandene Videopoesie zu Orten des Übersetzens und kommt unter der Moderation von Schamma Schahadat mit ihrer Übersetzerin Sofia Onufriv ins Gespräch über die Wechselwirkung von Orten, Bildern und Texten.

Am 14. März, 21.00 Uhr, stellt Martina Lisa zusammen mit Lena Dorn in der Schaubühne Lindenfels in der Veranstaltung display.eu – zeitgenössische Poesie aus Tschechien, Deutschland und der Slowakei unter anderem den tschechischen Lyriker Ondřej Buddeus vor.

Als Sonderbeilage zur Leipziger Buchmesse erscheint am 10. März Beton International in der taz. Beton versammelt südslawische Autorinnen und Autoren und präsentiert die Ausgabe in einer Veranstaltung am 12. März, 20.00 Uhr in der nato, Karl-Liebknecht-Straße 37. Zu den Übersetzerinnen und Übersetzern der Ausgabe gehören Evelyn Sturl, Paul Gruber, Maja Konstantinovic, Vivian Kellenberger und Anna Hodel.

Vortrag Dr. Roman Dubasevych (Wien) am 17. Dezember 2014

Am 17. Dezember 2014, 12.15 Uhr, spricht Dr. Roman Dubasevych (Wien) am Slavischen Seminar (Brechtbau, Raum 426) zum Thema "Die nationalen Diskurse der ukrainischen Intellektuellen in den 1990er und 2000er Jahren und ihre Wirkung auf die Ukraine-Krise 2014".

Dr. Roman Dubasevych wird unter anderem über die Essays der ukrainischen Autoren Juri Andruchowytsch, Mykola Rjabtschuk und Taras Prochasko sprechen, die den Diskurs über die ukrainische nationale Identität in den vergangenen 20 Jahren maßgeblich beeinflusst haben. Ein weiterer Bestandteil seines Vortrags ist die Umkodierung nationaler Symbole in der Euromaidan-Bewegung 2014.

Dr. Roman Dubasevych ist Literaturwissenschaftler und Historiker und wurde promoviert mit einer Arbeit zu den Galizien-Mythen im ukrainischen nationalen Diskurs. Seit 2013 beschäftigt er sich intensiv mit der Rolle der ukrainischen Intellektuellen in der Indentitäts- und Souveränitätskrise.

Der Vortrag findet statt im Rahmen des Projektes "Werte und Wandel. Zukunftsentwürfe für Kultur und Zivilgesellschaft in der Ukraine, Belarus, Moldau und Georgien", das vom Auswärtigen Amt gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Projektes "Werte und Wandel".

Kongress "Werte und Wandel" vom 11. bis 13. Dezember in Berlin

Vom 11. bis 13. Dezember 2014 organisieren wir in Berlin den Kongress "Werte und Wandel. Zukunftsentwürfe für Kultur und Zivilgesellschaft in der Ukraine, Belarus, Moldau und Georgien". Der Kongress macht es sich zur Aufgabe, in Workshops und Podien der Frage nachzugehen, wie sich das zivilgesellschaftliche Engagement in den europäischen Ländern auf deren gesellschaftlichen Umbau auswirken kann und welche Strategien es gibt, um diese Wirkung zu verbessern. Im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen die Ukraine, Belarus, Georgien und Moldau, aber auch Entwicklungen in Deutschland sollen unter die Lupe genommen werden.

Zu den Teilnehmern gehören Intellektuelle, Wissenschaftler und Künstler aus den genannten Ländern, unter anderem Serhij Zhadan, Karl Schlögel, Yaroslav Hrytsak und Mariana Sadowska.

Der Kongress findet in der Akademie der Künste statt und wird am 11. Dezember, 19.30 Uhr, eröffnet mit einer Diskussion des Osteuropahistorikers Karl Schlögel und des ostukrainischen Autors Serhij Zhadan zum Thema "Werte und Wandel".

Das ausführliche Programm finden Sie hier.

Aller Liebe Anfang - Übersetzungswürfel Stuttgart

Vom 24. bis 28. September finden im Rahmen des EU-Projekts "TransStar Europa" unsere nächsten Übersetzungswerkstätten statt. Die TransStar-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer kommen in Zagreb, Ustí nad Labem und Stuttgart zusammen. In den Werkstätten, die sprachpaarbezogen und sprachübergreifend stattfinden, werden Übersetzungen und allgemeine Probleme des Kulturtransfers diskutiert.

In Stuttgart findet parallel zu den Werkstätten die zweite Station des Übersetzungswürfels statt. Unter dem Motto "Aller Liebe Anfang", dem Titel des gerade erscheinenden Romans von Judith Hermann, wird in Lesungen, Performances, Film und Fotografie die Kunst des literarischen Übersetzens präsentiert. Zu Gast sind unter anderem Olga Tokarczuk, Miljenko Jergović, Judith Hermann und Frank Günther. Das ausführliche Programm finden Sie hier.

Der 7. Tag - Fotos der TransStar-Teilnehmer zu Orten des Übersetzens

Im Rahmen des EU-Projekts "TransStar Europa" fotografieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, aber auch die Werkstattleiterinnen und Werkstattleiter und das Projektteam in diesem Sommer mit einer Lochkamera Orte, die sie mit dem literarischen Übersetzen assoziieren. Diese Aktion gehört zum Projekt "Camera obscura" des Stuttgarter Fotokünstlers Przemek Zajfert. Die Teilnehmer haben die Kameras an ihnen wichtigen Orten aufgestellt, Zajfert entwickelt die Fotos und stellt sie auf seine Internetseite. Hier einige Beispiele. Weitere Fotos finden Sie unter: http://www.zajfert.de/der_7_tag/archiv/index.php?/category/60

25 Jahre St#dtepartnerschaft Tübingen - Petrosawodsk

In diesem Jahr feiert die Städtepartnerschaft Tübingen - Petrosawodsk ihr 25. Jubiläum. Das Slavische Seminar und das EU-Projekt "TransStar Europa" organisierten aus diesem Anlass am 23. und 24. Mai ein kleines Lesefest der russischen Literatur. Es lasen Michail Schischkin aus seinem Roman "Briefsteller", Dorothea Trottenberg aus ihrer neuen Übersetzung von Iwan Bunin, Stefan Heck aus "Im Land der ungestörten Vögel von Michail Prischwin und Christiane Körner aus "Das schönste Proletariat der Welt. Junge Erzähler aus Russland" und aus Eduard Kotschergin "Die Engelspuppe". Dorothea Trottenberg übersetzte live mit dem Publikum in der Stadtbücherei aus "Die Terrakottafrau" von Elena Chizhowa. Hier einige Fotoimpressionen.

 

Konsortialtreffen Kiew 06. bis 09. April 2014

Vom 6. bis 9. April kam das Team des Projektes "TransStar Europa" in Kiew zusammen. An drei aufeinander folgenden Tagen wurde der Projektfortschritt in den Bereichen Übersetzen, Kulturmanagement, Modulentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und Internetpräsenz erörtert. Das Projektteam traf sich am Montag in der Schewtschenko-Universität und am Dienstag und Mittwoch im Goethe-Institut Kiew.

In Kiew und auf dem Majdan unterwegs

Natürlich wollte das Projektteam nicht nur beraten, sondern auch Kiew als Stadt und Ort des Protests kennenlernen.

So machten wir uns unter kundiger Führung von Maria Iwanytska auf, Kiew zu erkunden. Auf dem Majdan sahen wir die Barrikaden, Fotos der während der Kämpfe Gefallenen, und wir trafen auch etliche Majdan-Kämpfer in Uniform, die den Platz bis auf den heutigen Tag besetzt halten.

 

TransStar auf der Buchmesse Arsenal Kiew

Am 9. April traten Tanja Zigon, Maria Iwanytska, Norbert Wehr und Claudia Dathe in einer Veranstaltung auf der Kiewer Buchmesse Arsenal auf. Sie stellten übersetzte Literatur in Deutschland, Slowenien und in der Ukraine vor und diskutierten über die Verbreitungsmöglichkeiten für ukrainische Literatur im Ausland. Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Kiewer Philosophen und Autor Taras Lutyj.

TransStar Europa auf der Leipziger Buchmesse

Auf der Leipziger Buchmesse vom 13. bis 16. März wurden zum ersten Mal Texte aus dem EU-Projekt "TransStar Europa" vorgestellt. An drei aufeinanderfolgenden Tagen lasen Sofia Onufriv, Martina Lisa, Maja Konstantinovic und Madga Wlostowska am kroatischen Stand aus TransStar-Texten.

Im Mittelpunkt der TransStar-Präsentationen am 16. März standen die Lesung mit Daniel Odija und die Diskussion über die aktuelle politische Lage in der Ukraine mit Serhij Zhadan und Natalka Sniadanko.

Zentraler Punkt in der Lesung mit Daniel Odija war die Lebenslage der Polen im heute zunehmend globalisierten Europa. In Odijas Erzählband "Szklana Huta" wird genau diese Frage gestellt. Christian Nastal las aus der von ihm übersetzten Erzählung "Mallorca", in der es um die Migrationserfahrungen eines polnischen Bauarbeiters geht.

In der Diskussion zur kürzlich erschienenen Flugschrift "Majdan! Ukraine, Europa" ging es um Putins Einmarsch auf der Krim und die Wahrnehmung der aktuellen Lage in den verschiedenen politischen Kreisen in Deutschland. Serhij Zhadan forderte in seiner Stellungnahme dazu auf, sich nicht von der russischen Propaganda vereinnahmen zu lassen und die Situation ohne die alten Ost-West-Stereotype zu bewerten und das Streben der Ukrainer nach Demokratisierung des Landes anzuerkennen.

Lesen für die Ukraine

Nachdem der ehemalige ukrainische Präsident Wiktor Janukowytsch im November 2013 das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union nicht unterzeichnet hat, ändert sich die politische Lage in der Ukraine rasend schnell: Nach den wochenlangen Demonstrationen auf dem Majdan in Kiew und mehreren Räumungsversuchen durch die Sicherheitskräfte eskalierte Mitte Februar die Gewalt, Janukowytsch wurde gestürzt; am ersten Märzwochenende wurde in einer völkerrechtswidrigen Invasion die Halbinsel Krim von russischen Armeeeinheiten besetzt. Die Besetzung der Krim ist ein Angriff auf die Souveränität der Ukraine, und wir möchten als Projektteam von TransStar Europa dagegen auf das schärfste protestieren. Wir möchten Solidarität mit der Demokratiebewegung in der Ukraine und mit unseren ukrainischen Projektpartnern sowie unseren ukrainischen Projektteilnehmerinnen und -teilnehmern zum Ausdruck bringen. Deshalb werden wir, beginnend ab 10. März, auf der Facebook-Seite unseres Projekts jeden Tag ein Gedicht eines ukrainischen Autors und die deutsche Übersetzung dazu veröffentlichen. Besuchen Sie auch unsere Facebookseite!

Netzwerktreffen Januar 2014 Krakau

Vom 16. bis 19. Januar trafen sich alle Teilnehmer, Werkstattleiter und Consortiumsmitglieder des Projektes "TransStar Europa" in Krakau. An den vier Tagen gab es die verschiedensten Vorträge, Lesungen und Diskussionen rund um Literatur, ihre Übresetzung und Vermittlung.

© Piotr Żebrowski
© Piotr Żebrowski
© Piotr Żebrowski
© Piotr Żebrowski

Publikationen

In diesen Tagen erscheint im Berliner Verlag edition.fototapeta die Flugschrift Majdan! Ukraine, Europaherausgegeben von Claudia Dathe und Andreas Rostek. Das Buch versammelt Stimmen ukrainischer Intellektueller, Autoren und Historiker zu den aktuellen Entwicklungen in der Ukraine und ihren historischen und gesellschaftlichen Hintergründen. Ebenso zu Wort kommen westeuropäische Politiker, Soziologen und Historiker, die die Lage aus ihrer Sicht analysieren. An der Textzusammenstellung und Übersetzung sind unsere Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer der ukrainisch-deutschen Gruppe Nina Hawrylow, Constanze Aka, Sofia Onufriv und Stefan Heck beteiligt.

Veranstaltungen auf der Leipziger Buchmesse 13. bis 16. März 2014

Das EU-Projekt TransStar Europa ist mit sechs Veranstaltungen auf der Leipziger Buchmesse vertreten. An drei aufeinanderfolgenden Tagen lesen TransStar-Teilnehmerinnen Texte aus dem Projekt, u.a. von Krzysztof Varga, Michael Ajvaz, Jurij Izdryk und Boris Dežulović. Außerdem wird der Band Majdan! Ukraine, Europa mit zwei Veranstaltungen vorgestellt. Das ausführliche Programm finden Sie hier.

Lokale Werkstätten der Arbeitsgruppen im Herbst 2013

Zwischen September und Dezember 2013 trafen sich die Übersetzergruppen von TransStar, um an ihren Texten zu arbeiten und erste Ergebnisse ihrer Arbeiten einem breiten Publikum vorzustellen.

 

So trat etwa die tschechisch-deutsche Gruppe an der Universität Düsseldorf und die kroatisch-deutsche Gruppe auf dem Literaturfestival "Belgrad - Zagreb - Sarajewo - Bern" in der Berner Literaturstraßenbahn (Foto) auf.

 

 

EU-Projekt TransStar

Seit Januar 2013 läuft unter Federführung des Slavischen Seminars das EU-Projekt „TransStar Europa“ mit zehn Partnern aus sechs europäischen Ländern.

Ziel des Projekts ist es, kleinere europäische Sprachen und weniger integrierte europäische Kulturen auf der mentalen Karte Europas besser zu verankern. Dazu werden im Verlauf der kommenden drei Jahre Aktivitäten an Hochschulen und Kulturinstitutionen in Deutschland, Polen, Tschechien, Slowenien, Kroatien und der Ukraine durchgeführt, die literarische Übersetzer und Kulturvermittler umfassend schulen, Bildungs- und Kulturinstitutionen vernetzen und Angebote zum Ausbau transkultureller Kompetenzen für Einzelpersonen entwickeln.

Nachwuchsübersetzerinnen und Nachwuchsübersetzer arbeiten in Werkstätten und Tandemgruppen unter Anleitung professioneller literarischer Übersetzer an Texten von Gegenwartsautoren. Diese entsehenden Übersetzungen werden bei verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen einem breiten Publikum vorgestellt.

Die Homepage des Projekts TransStar finden Sie hier.

Zum Tod von Doreen Daume

Doreen Daume, die im Sommersemester 2009 als "Translator in Residence" bei uns in Tübingen war, ist am 2. Mai dieses Jahres verstorben. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren. Einen Text zur Erinnerung an sie finden Sie hier.

Veranstaltungsreihe TransStar Europa I

Tübingen, 4. bis 7. April 2013

Workshops zum literarischen Übersetzen aus kleinen Sprachen

Das Programm

Die Workshops der Veranstaltungsreihe TransStar Europa I fanden in Tübingen, Łódź und Kiew statt. In Tübingen tagten die Arbeitsgruppen Slowenisch-Deutsch, Tschechisch-Deutsch, Kroatisch-Deutsch, Polnisch-Deutsch. Im Verlauf von drei Tagen arbeiteten die Teilnehmer sprachpaarbezogen mit ihren Werkstattleitern und gruppenübergreifend zusammen. In den gemeinsamen Arbeitsphasen erörterten die Teilnehmer sprach- und kulturübergreifende Fragen des literarischen Übersetzens und machten sie für ihre Textarbeit fruchtbar. Ziel war es dabei insbesondere, kulturspezifische Herangehensweisen an das Übersetzen zu identifizieren und aus den unterschiedlichen Erfahrungen zu lernen.

In der Arbeitsgruppe Slowenisch-Deutsch bearbeitete die Werkstattleiterin Daniela Kocmut mit den Teilnehmern unter anderem einen Text der slowenischen Gegenwartsautorin Maruša Krese. Matthias Jacob behandelte in der Arbeitsgruppe Kroatisch-Deutsch an fünf Beispieltexten konkrete Probleme der Übersetzung kroatischer literarischer Texte und unternahm den Versuch, sie zu systematisieren und die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Ausgangs- und Zielsprache herauszuarbeiten. Besonders interessant waren die sprachlichen Unterschiede der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Arbeitsgruppe Polnisch-Deutsch näherte sich dem Übersetzen über die Diskussion der Textauswahl. Die Teilnehmer haben mit Tomasz Rózycki, Sylwia Chutnik und Ignacy Karpowicz Autoren mit einer außerordentlichen stilistischen Bandbreite gewählt. In den Werkstatttagen ging es darum, die Übersetzungsprobleme und mögliche Lösungen zu skizzieren und so die weitere Arbeit im Anschluss voranzubringen. Kristina Kallert arbeitete in der Gruppe Tschechisch-Deutsch zunächst mit allen Teilnehmern an einem gemeinsamen Text von Jan Balabán.

Die Werkstattleiter

sind professionelle literarische Übersetzerinnen und Übersetzer, die zum Teil bereits Werkstätten im Rahmen des Projekts Textabdrücke – literarisches Übersetzen geleitet haben.

Olaf Kühl war im Herbst 2012 Translator in Residence am Slavischen Seminar und leitet die Arbeitsgruppe Polnisch-Deutsch.

Kristina Kallert war 2010 Translator in Residence am Slavischen Seminar und leitet im Projekt TransStar Europa die Arbeitsgruppe Tschechisch-Deutsch.

Daniela Kocmut lebt in Graz als Übersetzerin und Dolmetscherin und unterrichtet Slowenisch als Sprachtrainerin. Gegenwärtig arbeitet sie als Assistentin bei der Literaturzeitschrift LICHTUNGEN in Graz und ist als Slowenisch-Lektorin bei treffpunkt sprachen an der Universität Graz tätig. Übersetzt hat sie unter andem Luzias Augen und Der Baum ohne Namen von Drago Jančar, Die verborgene Harmonie von Katarina Marinčič, Alle meine Kriege, Plötzlich wurde es dunkel von Maruša Krese, Wasserlinge von Veno Taufer. Sie wirkt bei literarischen Abenden vor allem in Graz und in Maribor mit und schreibt Poesie in deutscher und slowenischer Sprache. Sie leitet die Arbeitsgruppe Slowenisch-Deutsch.

Matthias Jacob arbeitet als literarischer Übersetzer, Literaturwissenschaftler und Reiseleiter nach Dalmatien und Istrien. Er übersetzt aus dem Kroatischen, Bosnischen und Serbischen. Neben Anthologien kroatischer und serbischer Gegenwartslyrik hat er u.a. Prosa von Stanko Andrić und Aleksandar Gatalica ins Deutsche übersetzt. Er leitet die Arbeitsgruppe Kroatisch-Deutsch.

Die Teilnehmer

kommen aus sieben europäischen Ländern, in denen sie studieren oder ihren ersten beruflichen Tätigkeiten nachgehen. Sie haben sich in einem zweistufigen Auswahlverfahren für das Projekt qualifiziert und werden sprachübergreifend und in Tandems in den kommenden drei Jahren an literarischen Übersetzungen arbeiten.  

 

Das Projekt wird gefördert von der Europäischen Union.

Textabdrücke

Informationen über das ab dem 1. April 2009 durchgeführte Projekt „Textabdrücke. Literarisches Übersetzen“ finden Sie hier.